Der "Kini"
Dass der "Kini" nicht nur Schwänen sondern auch hübschen Stalljungen angetan war - dieses Gerücht kreist schon seit langem nicht nur in schwulen Kreisen.Doch treue Anhänger des Monarchen haben homosexuelle Neigungen des bayerischen Märchenkönigs stets abgestritten.
Doch jetzt gibt es neue Hinweise, die auf die Homosexualität Ludwigs schließen lassen. Der Aschaffenburger Handschriftensammler Robert Holzschuh ersteigerte 27 bisher unveröffentlichte Schreiben des Monarchen. Gerichtet waren die Schreiben an Karl Hasselschwedt, ein Vertrauter des Königs. Hasselschwedt hatte die beneidenswerte Aufgabe, "Stallburschen, Lakaien und Kammerdiener aufzutun und Ludwigs Lust zuzuführen."
Der Inhalt der Briefe ist delikat. In einem Schreiben heisst es etwa: "Ich erbitte genaue Meldung über die Kunis der Verehrten". Unter "Kunis" verstand man zu Königs Zeiten die männlichen Geschlechtsteile! Sprach der Kini von Stallburschen, so nannte er sie meist "Schanderl" und "Engel". Leider waren einige seiner Bediensteten von den Zusatzdiensten weniger angetan und quittierten den Dienst bei Hofe.
In einem weiteren Schreiben vom 9. November 1884 heisst es: "Begierig bin ich zu erfahren, wie du es mit Balduin machst."
Dass diese Briefe heute noch existieren, ist glücklichen Zufällen zu verdanken. Denn jeder diese Briefe endet mit dem Zusatz, das Schreiben nach dem Lesen zu verbrennen.
(Quelle: Hamburger Morgenpost)
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